Ich begleite Menschen dabei, beziehungsorientierte und menschliche Führung über verschiedene Lebensbereiche hinweg zu leben – sei es in Unternehmen, Bildungseinrichtungen oder Familien. Was alle Bereiche verbindet, ist der Wunsch, mit Empathie, Klarheit und Wertschätzung Potenziale zu entfalten.
Als Führungskraft in einem herausfordernden Unternehmensumfeld habe ich gelernt, meinem werteorientierten Führungsstil treu zu bleiben. Menschliche Führung war für mich nie nur ein Ideal, sondern immer eine innere Haltung.
Mit der Geburt meiner Tochter hat sich mein Blick noch einmal grundlegend erweitert. Plötzlich wurde mir bewusst: Auch Eltern sind Führungskräfte. Ohne Titel, ohne Gehalt und ohne Pausen. Wir begleiten, motivieren, vermitteln Werte, hören zu und geben Halt – oft unter deutlich anspruchsvolleren Bedingungen als im Berufsleben.
Wenn ich um drei Uhr nachts zum fünften Mal die kleine Hand halte, weil gerade einfach nur Nähe zählt, erinnert mich das daran, wie wichtig Zuhören und Präsenz sind. Wenn meine Tochter in der Wackelzahnpubertät den Mut verliert und ich ihr etwas zutraue - manchmal mehr, als sie sich selbst zutraut - ist das für mich gelebtes Empowerment auf Augenhöhe. Und wenn mein eigenes Energielevel bedenklich sinkt, wird mir klar, was Selbstfürsorge wirklich bedeutet: Nicht egoistisch sein, sondern kraftvoll genug zu bleiben, um präsent sein zu können.
Für mich ist nichts so fordernd, berührend und lehrreich wie dieser Job namens "Elternsein". Der Ressourceneinsatz ist enorm. Emotional, körperlich und zeitlich. Und der Output? Lässt sich betriebswirtschaftlich schwer messen, aber am Ende steht da ein einziges, großes Wort: “Liebe”! Kein Gehalt, kein Feierabend, keine Beförderung. Und trotzdem: I love it!
Diese Erfahrungen haben auch meinen beruflichen Weg nachhaltig geprägt. Mein wachsendes Interesse an persönlicher Entwicklung und Potenzialentfaltung führte mich zu einem psychologischen Studiengang. Besonders gefesselt haben mich Themen aus der Wertepsychologie und moderner, positiver Führung. In meiner Masterarbeit wagte ich schließlich den Schritt in die Entwicklungspsychologie. Pädagogik und Führung teilen viele Prinzipien: Beziehung, Menschlichkeit, Vertrauen, Verantwortung und die Bereitschaft, sich gemeinsam weiterzuentwickeln.
Ich verbinde meine Erfahrungen aus Wirtschaft, Psychologie und Elternschaft miteinander. Dabei bin ich überzeugt: Wer mit Menschen arbeitet – ob im Unternehmen, in Kindertagesstätten, Schulen oder im familiären Kontext – braucht Klarheit im Denken, Wärme im Herzen und Respekt vor dem Gegenüber.